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Dhulikhel, 02.01.15

Namaste! Happy New Year, Ihr Lieben!

Wir dachten ja bereits, mit den ziemlich frischen Temperaturen morgens und abends ganz gut zu recht zu kommen durch die praktische Übung in der Gesundheitsstation (PMC). Aber vielleicht haben wir uns durch das zweimalige Einschalten der Gasheizung morgens im PMC zu sehr verwöhnt.

Dieser Luxus war jedenfalls unglaublich angenehm! Leider konnten wir ihn öfters nicht nutzen, da die Gasflasche in der Küche zum Kochen ihren Dienst mangels Gas verweigerte und deshalb die Flasche der Gasheizung herhalten musste. Zum Glück wurden dann doch noch zwei weitere volle, "sauschwere" Gasflaschen (ca. 30 kg/Flasche) von 2 Portern etwa 6 Stunden lang aus Rampur hochgeschleppt. Die beiden jungen, schlanken, aber dennoch sehr kräftigen Typen konnten sich hinterher in der Küche des PMC bei 'ner Tasse Kaffee ein wenig erholen. Da man aber Räume in Nepal nur ohne Schuhe betreten darf, hatte die Anwesenheit dieser beiden barfüßigen Jünglinge eine "Geruchsbelästigung" zur Folge, die auch unseren drei jungen Ladies des PMC unglaublich in die Nase stieg. Deshalb sprühte Peshala etwas ähnliches wie Raumspray oder Desinfektionsspray direkt auf die Füße der beiden in der Hoffnung, den Geruch zu bannen. Aber der Effekt war gleich Null. Unmittelbar nachdem die beiden Porter mit ihrem Lohn in den Taschen das PMC verlassen hatten, wurde der "kontaminierte" Küchenfußboden zweimal komplett gewischt, im letzten Wischgang mit Spiritus!

Wir entdeckten diesmal, dass man nach einem etwa anderthalbstündiger Aufstieg auf einen der "Hügel" direkt hinter dem PMC die Sicht auf das Everest-Gebiet, auf den Gaurishankar (7135 m), das Langtang-Gebiet und vermutlich auch die Annapura-Region hat. Der Blick auf die Eisriesen bei glasklarem Himmel war einfach grandios!

Unser Silvesterprogramm bestand aus einer 8-stündiges Tagestour vom PMC zur nächsten Busstation für die Rückfahrt nach KTM. Dieser Tag war ein Feuerwerk der Impressionen:
Start am frühen Morgen bei frostigen Temperaturen, stahlblauem Himmel, strahlender Sonne und himmlischen Bergen am Horizont. Dann ein langer Abstieg in tieferliegende Täler mit frühlingshaften Temperaturen, knallgelb blühenden Senffeldern (ähnlich wie Rapsfelder) und summenden Bienen mittendrin, dem sehr jungen und frischen Grün der keimenden Gerste, dahin plätschernden Bächen, üppig tragenden Mandarinenbäumen und einer Pause mit Honigkuchen! Und abends dann die Übernachtung in einer "extrem rustikalen "Lodge mal wieder mit Standard-Dhaal Bhaat als Silvester-Dinner. Das Highlight am Neujahrstag war dann noch eine Sau mit 14 (in Worten vierzehn) Ferkeln. Das kann nur ein gutes Zeichen für das neue Jahr sein.

Nach einer 13-stündigen Tour mit Bus und Taxi sind wir gestern gut in Dhulikhel angekommen. Leider ist hier zum ersten Mal seit 14 Tagen das Wetter mies: Dicke Wolken, zwischendurch immer wieder kurze Regenschauer und gerade ein schöner Regenbogen dort, wo eigentlich Berge zu sehen sein müssten. Die Zimmer im wirklich guten Hotel sind reichlich "unterkühlt" und das Aufstehen morgens kostet echt Überwindung; nur die Aussicht auf eine heiße Dusche lockt einen aus dem Bett heraus.

Frohes Neues Jahr !

Susanne und Martin

PMC Berge oberhalb PMC DSCN7404 PMC Ueberblick Gelaende DSCN7376 PMC 31.12.14 Weg zum Bus DSCN7646