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Sendemast fuer WLAN

Shreechaur, 7.11.2018
(tagsüber 18°C/ nachts 11°C)

Namaste!

Liebe Familie, Freunde und alle anderen ZuKi-Fans,

nun wird's ja endlich mal Zeit für einen ersten Bericht aus Shreechaur, denn bereits seit 10 Tagen (29.10.18) sind wir wieder im PMC mit dem fantastischen Sendemast einer Bank auf dem Dach, der uns meistens ein ziemlich gutes WLAN beschert.

Seit unserer Ankunft im Projekt lacht die Sonne vom strahlend blauen Himmel, allerdings mit merklich kühler werdendem Wind vom Tibetischen Plateau. Morgens und abends, aber auch im Schatten ist eine Daunenjacke jetzt ratsam, wenn man nicht frieren möchte.

Apropos frieren: Es gibt einen neuen und tagsüber angenehm warmen Platz auf dem Projektgelände, die Kantine. Wegen der leichteren, aber relativ winddichten Bauweise mit Wellblechdach on Top kann man dort tagsüber sehr gut sitzen zum Schreiben von Berichten und vor allem, um abends in Ruhe das heiße Essen zu verspeisen. Reinschlingen, damit das Daal Bhaat noch einigermaßen warm im Magen ankommt, ist passé! Man hat sogar Lust nach dem Dinner noch einen kurzen Moment zusammen zu sitzen zum Klönen.

 Der komplette Bericht zum Download  >>>    

Zurzeit ist die Kantine nicht voll ausgelastet, was an der Festival Season mit den vierwöchigen Schulferien liegt. Deshalb ist es auf dem gesamten Projektgelände sehr ruhig. Jubel und Trubel von SchülerInnen und kluge Worte der LehrerInnen wird es erst wieder nächste Woche geben, wenn die ab heute anstehenden drei Feiertage für Tihar (Lichterfest) vorüber sind.

Kantine Abendessen in Kantine
Kantine mit Lehrerschlafraeumen
Kantinengebäude mit Lehrerschlafräumen

Stattdessen war gestern im aufstrebenden Dorf Shreechaur, wo es seit neuestem auch eine extrem spartanische Tankstelle gibt (aber immerhin gibt es eine), Jubel-Trubel-Heiterkeit: Ein wegen der anstehenden Feiertage extrem üppiger Dienstagsmarkt, auf dem jede und jeder für das Lichterfest noch neue Kleidung und Präsente kaufte (ähnlich wie bei uns zum Weihnachtsfest) sowie das gleichzeitig stattfindende Volleyballturnier daneben. Das ganze Dorf war auf den Beinen, denn so viel Unterhaltung gibt es selten und die möchte man nicht verpassen.

Tankstelle im Dorf Farbenfreudiger Markt Volleyball Tunier
Tankstelle Markt in Shreechaur Volleyballturnier

Heute ist überall gründliches Putzen angesagt, damit Laxmi, die Göttin für Wohlstand und Glück, auch gerne das extra für sie gesäuberte Haus betreten möge. Zusätzlich werden Blumengirlanden aufgehängt und kurz vor der Dämmerung der Hauseingang mit Kerzen und Mandalas dekoriert, damit Laxmi den Eingang nicht verpasst! Zum Glück blühen dafür jetzt Massen an Marygold (Tagetes), die heute Nachmittag zu farbenprächtigen Girlanden verarbeitet werden. Übrigens beginnt jetzt auch die Blüte wilder Pflaumenbäume in hellem Pink. Irgendwie liegt Frühling in der Luft, aber das Vogelgezwitscher fehlt.

Pflaumenbaum Bluehte Shreechaur
Marygold Shreechaur

Anfang nächster Woche ist Schluss mit 4 Wochen Feierei, der normale Alltag beginnt. Dann soll am fast fertiggestellten Hostel weitergearbeitet werden, damit die SchülerInnen möglichst bald noch vor Einsetzen der ärgsten Kälte dort einziehen können und nicht mehr der Kälte und Zugluft im Wellblechhostel ausgesetzt sind. Dafür müssen noch Fenster sowie Eingangstür eingesetzt und Fenstergitter als Schutz gegen fliegende Bälle, als Einbruchschutz sowie als Schutz für potentielle kleine Ausreißer angebracht werden. Desweiteren müssen die Zimmerböden aus Beton gegen die enorme Fußkälte mit isolierenden Schaumstoffmatten sowie einem einfachen Teppich ausgelegt werden und vor Fenstern und Türen sind noch Vorhänge anzubringen. Danach wäre das Hostel bewohnbar, selbst wenn andere Arbeiten am Hostel noch nicht vollendet sind.

Hostel NEU Hostel innen  

Auf jeden Fall werden sich in Kürze die Kinder der Playgroup und der Nursery wieder an ihrem Spielzeug im Klassenraum mit einigen neuen Schulbänken erfreuen, die neue Tischtennisplatte könnte "eingeweiht" werden und die LehrerInnen werden völlig unerwartet ein gründlich saniertes Lehrerzimmer vorfinden.

Nursery mit neuen Baenken Tischtennisplatte  

Dieses Lehrerzimmer, ein ewiger Problemfall, hat uns 3 Tage nach Ankunft hier im Projekt zu einer Ad-hoc-Entscheidung gezwungen: Die Feuchtigkeit dort war dermaßen hoch, dass wir kurzentschlossen alles ausräumten, so dass plötzlich ein Skelett den Schulhof zierte, um dann mit den mittlerweile sehr erfahrenen Workern Sanierungsmaßnahmen gegen die Feuchtigkeit im Lehrerzimmer einzuleiten. Der Zeitpunkt hätte nicht günstiger sein können: kein laufender Schulbetrieb und absolute Trockenheit draußen. Deshalb das obskure Ensemble auf dem Schulhof! Innerhalb von nur 5 Tagen ist die vergammelte Sperrholzverkleidung vor den Wänden durch anständigen Putz auf den Wänden ausgetauscht worden. Jetzt muss der Putz in Ruhe trocknen und anschließend kommt der Anstrich, so dass das Lehrerzimmer in Kürze wieder benutzbar und hoffentlich auch deutlich trockener ist.

Lehrerzimmer in Renovierung  Inhalt des Lehrerzimmers bei Renovierung  

So, das war's für heute. Jetzt muss auf nepalesische Art und Weise geputzt werden für Laxmi! Was das heißen könnte, bleibt der deutschen Fantasie überlassen!
Ciao
Susanne + martin

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